1. Einführung & Kontext
In der Provinz Santiago del Estero in Nordargentinien kämpfen viele Familien in ländlichen Gebieten mit schwierigen Lebensbedingungen. Das trockene Klima und geringe Niederschläge machen Landwirtschaft hart, und staatliche Unterstützung ist selten. Bildungschancen für Kinder waren begrenzt. Viele Jugendliche konnten keine Ausbildung erhalten, die ihre landwirtschaftlichen Kenntnisse verbessert und den Familien neue Perspektiven eröffnet. Um diese Situation zu verbessern, unterstützten Ingenieure ohne Grenzen Schweiz (IngOG+) und ISF-Argentinien die Erweiterung der EFA-Avellaneda Sekundarschule. Die Schule vermittelt landwirtschaftliches Wissen und hilft Familien, ihre Lebensbedingungen nachhaltig zu verbessern.
2. Projektziel
Das Projekt zielte darauf ab, den Zugang zu qualitativ hochwertiger landwirtschaftlicher Bildung für Jugendliche in ländlichen Gebieten zu erhöhen und ihre praktischen Fähigkeiten im Ackerbau zu stärken. Durch die Erweiterung der Schulgebäude sollten mehr Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit erhalten, Unterricht zu besuchen und praktische landwirtschaftliche Fertigkeiten zu erlernen. Das Ziel war es, die wirtschaftliche Situation der teilnehmenden Familien zu verbessern, indem fundiertes Wissen und Lehrstellen Chancen für eine nachhaltige Entwicklung schaffen. IngOG+ unterstützte das Projekt durch Projektleitung, technische Beratung und Fundraising, um eine qualitativ hochwertige Umsetzung sicherzustellen.
3. Ansatz & Technische Lösung
Das Projekt umfasste den Bau von drei zusätzlichen Klassenzimmern sowie eines Lehrerwohnheims, wodurch die Kapazität der Schule von 130 auf 180 Schülerinnen und Schüler erhöht und 50 neue Lehrstellen geschaffen wurden. Die Konstruktion kombinierte tragende Mauerwerke mit Stahlbetonrahmen („confined masonry“), während die vertikalen Lasten über Stahlträger verteilt wurden. Verstärkte Betonstreifenfundamente sicherten die Stabilität. Das Dach bestand aus Wellstahlblech, die Wärmedämmung wurde durch Mineralfaserelemente und eine Zwischendecke aus Gipsfaserplatten gewährleistet. IngOG+ leitete die Umsetzung, unterstützte technisch während der Bauphase und koordinierte das Fundraising, um einen termingerechten und qualitativ hochwertigen Abschluss zu gewährleisten.
4. Erkenntnisse & Wirkung
Die Erweiterung ermöglichte mehr Kindern den Zugang zu Bildung und praxisnaher landwirtschaftlicher Ausbildung. Die neuen Lehrstellen gaben Familien zusätzliche Perspektiven und stärkten ihre wirtschaftliche Situation. Die enge Zusammenarbeit zwischen Schule, Gemeinde, ISF-Argentinien und IngOG+ stellte sicher, dass die Bauarbeiten den Bedürfnissen der Kinder und der Lehrkräfte entsprachen. Das Projekt zeigt, wie gezielte Infrastrukturprojekte in ländlichen Regionen direkte, nachhaltige Auswirkungen auf Familien und Gemeinden haben können.








