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Geburtsstation, Uganda

Chopelwor, Uganda
2025 – Heute
SIVERA (Schweiz), Hope Health Clinic (Uganda)
25’000 CHF
Bentley System
1. Einführung & Kontext

In Chopelwor ist der Zugang zur Gesundheitsversorgung für schwangere Frauen eine tägliche Herausforderung. Lange Wege, begrenzte Transportmöglichkeiten und unzureichend ausgestattete Einrichtungen führen dazu, dass viele Frauen ohne fachliche Begleitung gebären – mit erhöhten Risiken für Mutter und Kind. Die nächstgrössere Stadt liegt rund 10 km entfernt und ist oft nur zu Fuss erreichbar. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Gemeinschaft über mehrere Jahre hinweg wurde der Bedarf nach wohnortnaher, verlässlicher Geburtshilfe klar geäussert. Dieses Projekt greift diesen Bedarf auf und bringt wichtige Gesundheitsleistungen näher zu den Menschen. 

2. Projektziel

Das Projekt verfolgt das Ziel, den Zugang zu sicherer, respektvoller und bezahlbarer maternaler Gesundheitsversorgung zu verbessern. Kurzfristig soll eine funktionale Geburtsstation entstehen, die Entbindungen sowie prä- und postnatale Betreuung ermöglicht. Langfristig stärkt das Projekt die lokale Gesundheitsversorgung, fördert finanzielle Eigenständigkeit durch faire Behandlungsgebühren und trägt zu besseren gesundheitlichen Perspektiven für Frauen, Neugeborene und Familien bei. Gleichzeitig wird die lokale Verantwortung und nachhaltige Entwicklung von Gesundheitsstrukturen unterstützt. 

3. Aktuelle Aktivitäten

Nach Abschluss der Evaluationsphase im September 2025 befindet sich das Projekt in einer kooperativen Planungs- und Designphase. Gemeinsam mit lokalen Partnern werden Bedürfnisse aus der Gemeinschaft durch Vor-Ort-Koordination und Workshops in konkrete Lösungen übersetzt. SIVERA koordiniert die Aktivitäten vor Ort, einschliesslich administrativer Prozesse und fachlichem Austausch mit HKS Architects, die Erfahrungen aus ähnlichen Projekten in Uganda einbringen.  

Die geplante Geburtsstation (ca. 7 × 17 m) umfasst einen Gebärraum, eine Wochenbettstation, eine Apotheke, Lagerräume sowie eine überdachte Veranda. Das Design legt Wert auf sichere Abläufe, natürliche Belüftung und klimaangepasste Bauweise. Regenwassernutzung sowie robuste, wartungsarme Systeme sind integriert. Aktuell liegt der Fokus auf der Finalisierung des Layouts sowie der Planung von Wasser-, Sanitär- und Energiesystemen und der Kostenschätzung. 

4. Erwartete Wirkung

Nach Fertigstellung wird die Geburtsstation voraussichtlich rund 50 Geburten pro Monat begleiten und den Zugang zu sicherer Geburtshilfe deutlich verbessern. Frauen erhalten eine kontinuierliche Betreuung vor, während und nach der Geburt in einem geschützten und würdevollen Umfeld. Das Projekt trägt dazu bei, vermeidbare Gesundheitsrisiken zu reduzieren, das Vertrauen in lokale Gesundheitsdienste zu stärken und die Belastung durch lange Wege zu verringern. Durch die Anbindung an die bestehende Klinik und ein nachhaltiges Finanzierungsmodell wird die langfristige Stabilität der Gesundheitsversorgung gefördert. 

5. Mitwirken & Nächste Schritte

In der nächsten Phase werden das Design finalisiert, die Finanzierung gesichert und die Umsetzung vorbereitet. Einzelpersonen, Organisationen und Partner sind eingeladen, sich einzubringen – durch finanzielle Unterstützung, fachliche Expertise oder Öffentlichkeitsarbeit. Kooperationsmöglichkeiten bestehen insbesondere in den Bereichen nachhaltige Gesundheitsversorgung, Ingenieurwesen und Gemeindeentwicklung. Gemeinsam kann ein wichtiger Beitrag geleistet werden, um sichere Geburten für mehr Frauen zugänglich zu machen. 

Projektfortschritt

Abgeschlossene Phasen 20%

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