1. Einführung & Kontext
Die Nyakeyo Community im Kisii County steht vor erheblichen Herausforderungen im Bereich Sanitärversorgung und Hygiene, die sich direkt auf die öffentliche Gesundheit und den Alltag auswirken. Mehr als 45 % der Haushalte verfügen über keinen Zugang zu sicheren Toiletten, was zur Kontamination von Wasserquellen und zum Ausbruch von Krankheiten führt. Darüber hinaus beeinträchtigen Herausforderungen im Bereich der Menstruationshygiene sowie damit verbundene Stigmatisierung das Wohlbefinden und die gesellschaftliche Teilhabe der Frauen. Das Projekt begegnet diesen Herausforderungen durch eine enge Zusammenarbeit mit lokalen Partnern und der Gemeinschaft, um nachhaltige und örtlich angepasste Sanitärlösungen zu entwickeln. .
2. Projektziel
Ziel des Projekts ist es, das tägliche Wohlbefinden der Bewohner:innen von Nyakeyo durch verbesserten Zugang zu Sanitäranlagen, gesteigertes Hygienebewusstsein und stärkere Einbindung der Gemeinschaft zu fördern. Ein besonderer Fokus liegt auf der Verbesserung der Teilhabe von Frauen und Mädchen in Schule und Gesellschaft. Dies wird durch Maßnahmen zur Reduktion von Periodenarmut, zur Entstigmatisierung der Menstruation sowie durch die Förderung eines saubereren Umfelds erreicht und trägt zur allgemeinen Gesundheit und sozialen Inklusion der Gemeinschaft bei.
3. Aktuelle Aktivitäten
Seit 2024 konzentriert sich das Projekt auf die Analyse der lokalen Sanitärsituation durch Umfragen und den Austausch mit der Gemeinschaft. Im Jahr 2025 wurden darauf aufbauend technische, soziale und finanzielle Bewertungen möglicher Sanitärlösungen durchgeführt. Die vorgeschlagenen Systeme umfassen ventilierte Grubenlatrinen, Fossa-Alterna-Systeme mit der Produktion von Eco-Humus für die Landwirtschaft sowie Arboloo-Ansätze, bei denen nach der Nutzung Bäume gepflanzt werden. Diese werden mit Handwaschstationen kombiniert und durch Hygieneschulungen sowie Wartungstrainings ergänzt.
Die Systeme sind so konzipiert, dass sie nur minimalen Wartungsaufwand erfordern, keine externe Behandlung benötigen und auf lokal verfügbaren Materialien und Fähigkeiten basieren. Das Projekt folgt einem modularen und iterativen Ansatz, der eine schrittweise Umsetzung und Anpassung ermöglicht. Im Februar 2026 wurde eine Evaluationsreise durchgeführt, die Sanitäranalysen und Workshops mit Frauen umfasste und die Zusammenarbeit mit der CBO und weiteren lokalen Akteur:innen stärkte.
4. Erwartete Wirkung
Das Projekt wird voraussichtlich gesundheitliche Risiken im Zusammenhang mit unzureichender Sanitärversorgung reduzieren und die allgemeinen Lebensbedingungen für mehr als 800 Menschen verbessern. Ein besserer Zugang zu sicheren Sanitäranlagen und Hygienemaßnahmen kann die Ausbreitung von Krankheiten verringern und zu einer saubereren Umwelt beitragen. Der erleichterte Zugang zu Menstruationshygieneprodukten sowie gesteigertes Bewusstsein fördern die Teilhabe von Frauen und Mädchen an Bildung und Gemeinschaftsleben. Durch die Kombination von Infrastruktur, Schulungen und Einbindung der Gemeinschaft wird eine langfristige Nutzung, Wartung und lokale Verantwortung der Systeme unterstützt.
5. Mitwirken & Nächste Schritte
Im Jahr 2026 liegt der Fokus des Projekts auf der Mittelbeschaffung für die erste modulare Umsetzungsphase, mit besonderem Augenmerk auf die am stärksten gefährdeten Haushalte. Diese Phase umfasst den Bau der Systeme, Schulungen sowie die Entwicklung von Wartungsstrukturen. Unterstützung ist willkommen in Form von finanziellen Beiträgen, technischer Zusammenarbeit und Partnerschaften. Eine Beteiligung am Projekt trägt zur Entwicklung nachhaltiger Sanitärlösungen bei und stärkt gemeinschaftsgetragene Ansätze.







Projektfortschritt
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