1. Einführung & Kontext
In ländlichen Regionen Nepals haben viele Kinder nur eingeschränkten Zugang zu digitalen Lernmöglichkeiten, was ihre Bildungs- und Zukunftschancen begrenzt. An der Swabalambi School setzen sich die Schulleitungen stark für die Bildung gehörloser Kinder ein, doch fehlten bislang funktionierende Computerräume. Die Lehrkräfte begrüßten Unterstützung, um die digitale Kompetenz der Jugendlichen zu fördern und inklusive Lernmöglichkeiten zu erweitern. Diese Pilotinitiative, geleitet von IngOG+-Mitglied Mathieu und finanziert durch das Laidlaw-Stipendium der Laidlaw Foundation, schloss sowohl Bildungs- als auch Zugangsdefizite und vermittelte Fähigkeiten, die langfristige soziale Teilhabe, Selbstwirksamkeit und Chancengleichheit für alle Lernenden fördern.
2. Projektziel
Ziel des Projekts war es, Schülerinnen an unterversorgten Schulen mit grundlegenden Computerkenntnissen auszustatten und so Selbstvertrauen, Eigenständigkeit und digitale Kompetenzen zu stärken. Durch die Bereitstellung von Laptops und praxisnaher Schulung sollten die Bildungsergebnisse verbessert und Chancengerechtigkeit sowie Inklusion gefördert werden – insbesondere für Schülerinnen mit unterschiedlichen Lernbedürfnissen oder eingeschränktem Zugang zu digitalen Medien. Lehrkräfte wurden unterstützt, den Unterricht eigenständig fortzuführen, sodass die Wirkung über die Pilotphase hinaus anhält. Das übergeordnete Ziel war, die gesamte Schulgemeinschaft zu befähigen, digitale Bildung nachhaltig umzusetzen und inklusive Lernmöglichkeiten für alle Schüler*innen zu schaffen.
3. Ansatz & Technische Lösung
Mathieu arbeitete eng mit EWB Nepal und IngOG+ zusammen, um einen kleinen Computerraum an der Swabalambi School einzurichten und an EHN fortgeschrittene digitale Schulungen anzubieten. An EHN lernten 19 Schülerinnen den Umgang mit Tools wie Google Workspace, kreativen Design-Plattformen und Online-Kollaborationsmethoden. An der Swabalambi School nutzten viele Schülerinnen erstmals einen Computer. Die Schulung begann mit grundlegenden Fertigkeiten – das Einschalten des Laptops, Tippen und Navigieren in Ordnern – und führte dann zu kreativem Design und Videobearbeitung. Lehrkräfte wurden darin unterstützt, die Schulungen eigenständig fortzuführen, um Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Neben der digitalen Schulung wurden auch zentrale Infrastrukturbedarfe adressiert: An der Swabalambi School wurde eine Blitzschutzanlage installiert, um elektronische Geräte zu schützen, und die Wasserspeicherkapazität von 3’000 auf 13’000 Liter erhöht, um Trockenzeiten zu überbrücken. Durch die Kombination von digitaler Bildung und praktischen Verbesserungen entstand ein sicheres, funktionales und inklusives Lernumfeld.
4. Erkenntnisse & Wirkung
Das Pilotprojekt zeigte deutlich, dass Schülerinnen aufblühen, wenn ihnen zugängliche, unterstützende Lernmöglichkeiten geboten werden. Die Kommunikation erforderte Geduld und Kreativität, besonders an der Gehörlosenschule, doch inklusive Methoden und enge Zusammenarbeit mit den Lehrkräften ermöglichten Erfolg für Schülerinnen aller Fähigkeiten. Das Projekt unterstrich die Bedeutung lokaler Einbindung, flexibler Lehrmethoden und nachhaltiger Kapazitätsentwicklung. IngOG+ wird lokale Freiwillige weiterhin bei der Betreuung der Computerräume unterstützen, monatliche Übungsaufgaben einführen und Schulungsmaterialien anhand von Feedback kontinuierlich verbessern. Das Projekt zeigt, dass ländliche Gemeinden mit der richtigen Unterstützung Zugang zu den Chancen des digitalen Zeitalters erhalten und Schüler*innen ihr Potenzial entfalten können.






