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Krankenhaus-Erweiterung, Nepal 

Ratnanagar, Nepal
2019 – 2022
Spital Limmattal Association (Schweiz), Lokales Krankenhaus und Gesundheitsbehörden (Nepal)
1. Einführung & Kontext

In ländlichen Regionen im Süden Nepals, nahe der Grenze zu Indien, hatten viele Familien keinen Zugang zu grundlegender medizinischer Versorgung. Das Krankenhaus in Ratnanagar war aufgrund der stark steigenden Geburtenrate zunehmend überlastet, was Personal und Ressourcen stark beanspruchte. Die Angebote im Bereich Mutter-Kind-Gesundheit waren begrenzt, und spezialisierte Versorgung für Frauen fehlte weitgehend. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, startete die Spital Limmattal Association das Projekt „Krankenhaus-Erweiterung für Gynäkologie und Geburtshilfe“, mit dem Ziel, das bestehende Krankenhaus zu erweitern und ein spezialisiertes Kompetenzzentrum für Frauengesundheit einzurichten. IngOG+ begleitete das Projekt ab 2019 mit technischer Expertise und professioneller Unterstützung während der gesamten Planungs- und Bauphase 

2. Projektziel

Das Projekt zielte darauf ab, die Versorgung von Müttern und Neugeborenen zu verbessern, indem das Krankenhaus mit einem spezialisierten Zentrum für Gynäkologie und Geburtshilfe erweitert und modernisiert wurde. Durch zusätzliche Räumlichkeiten und moderne Ausstattung konnte das Krankenhaus sicherere und qualitativ hochwertigere Versorgung für Frauen und Säuglinge anbieten. Die Initiative konzentrierte sich darauf, Mütter und Neugeborene zu unterstützen, die bisher nur eingeschränkten Zugang zu spezialisierter medizinischer Betreuung hatten. IngOG+ stellte technische Beratung, fachliche Begleitung und teilweise Finanzierung bereit, um sicherzustellen, dass Planung und Bau sowohl internationalen Standards als auch den praktischen Bedürfnissen der Region entsprachen. 

3. Ansatz & Technische Lösung

Nach einer ersten Bedarfsanalyse und Workshops mit lokalen Ärztinnen und Ärzten, Behörden und weiteren Akteuren im Februar 2020 unterstützte IngOG+ die Planungs- und Umsetzungsphase. Das Projekt arbeitete mit dem Architekturbüro Marazzi+Paul Architekten (Zürich) zusammen, das die Anforderungen in konkrete Baupläne überführte. Es wurde ein zweigeschossiger Erweiterungsbau errichtet, der rund 1’500 m² Nutzfläche zusätzlich bot, darunter spezialisierte Stationen, Sprechzimmer und Behandlungseinheiten für die Mutter-Kind-Versorgung. IngOG+ beriet technisch, koordinierte mit lokalen Partnern und unterstützte die Finanzierung, sodass der Bau professionellen Standards entsprach und gleichzeitig die Bedürfnisse des Krankenhauses und der Gemeinschaft berücksichtigte 

4. Erkenntnisse & Wirkung

Das Projekt zeigte, wie wichtig die Verbindung von technischer Expertise mit lokalem Wissen ist. Frühe Workshops und der Austausch mit Beteiligten stellten sicher, dass die Erweiterung den tatsächlichen Bedürfnissen und Prioritäten der Gemeinschaft entsprach. Das spezialisierte Zentrum für Gynäkologie und Geburtshilfe ermöglichte es dem Krankenhaus, mehr Patientinnen sicher zu versorgen und Risiken für Mütter und Neugeborene zu verringern. Die Zusammenarbeit mit lokalen Ärztinnen und Ärzten, Behörden und internationalen Architekten stärkte die Planungsqualität.