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Wasserversorgung, Sierra Leone

Freetown, Sierra Leone
2025 - Heute
Engineers without Borders Sierra Leone
65'000 CHF
Freiburger Wasser AG, Rotary Club Baden
1. Einführung & Kontext

Die Pipeline Community in Freetown hat trotz des kürzlichen Baus eines geschützten Grundwasserbrunnens nur eingeschränkten Zugang zu sicherem und verlässlichem Trinkwasser. Aufgrund der steilen Hanglage erfolgt die Wasserentnahme derzeit durch manuelles Abholen am Brunnenstandort, was einen gleichberechtigten Zugang und ein angemessenes Versorgungsniveau einschränkt. Saisonale Schwankungen, fehlende Speicherkapazitäten sowie das Fehlen eines Verteilungssystems verringern zusätzlich die Zuverlässigkeit. Das Projekt baut auf bestehender Infrastruktur und lokalem technischem Know-how auf, um ein dezentrales, energieeffizientes Wasserversorgungssystem zu entwickeln, das Zugänglichkeit, Betriebssicherheit und langfristige Nachhaltigkeit verbessert

2. Projektziel

Ziel des Projekts ist es, einen ganzjährigen Zugang zu sicherem Trinkwasser für mehr als 1.500 Bewohner:innen zu gewährleisten und gleichzeitig den zeitlichen Aufwand für die Wasserbeschaffung zu reduzieren, der derzeit vor allem von Frauen und Mädchen getragen wird. Durch die Verbesserung des Zugangs leistet das Projekt zudem einen Beitrag zu besserer Gesundheit, verbesserten Bildungschancen und einer erhöhten Resilienz der Gemeinschaft. 

3. Aktuelle Aktivitäten

Im Jahr 2025 wurde in enger Zusammenarbeit mit Engineers Without Borders Sierra Leone eine Evaluationsmission durchgeführt. Dabei wurden die technische Machbarkeit, die Bereitschaft der Gemeinschaft sowie regulatorische Rahmenbedingungen analysiert. Zudem fanden Treffen mit lokalen Behörden und dem Ministerium für Wasserressourcen und Sanitärversorgung statt. Das Projekt wurde als relevant und umsetzbar bestätigt. 

In der finalen Phase wird die vorgeschlagene technische Lösung aus einem erhöhten Betonspeicher bestehen, der über ein Pumpsystem aus dem bestehenden, tiefer gelegenen Brunnen gespeist wird. Das System umfasst ein Verteilnetz mit strategisch ausgewählten öffentlichen Zapfstellen. Es integriert Solarenergie, eine Backup-Stromversorgung, grundlegende Wasseraufbereitung sowie ergänzende Regenwassernutzung. 

Die Planung berücksichtigt saisonale Schwankungen, begrenzte Versorgungsniveaus und lokale Baukapazitäten. Materialien und technisches Fachwissen sind über Engineers Without Borders Sierra Leone lokal verfügbar. 

Das Projekt wird in mehreren Phasen umgesetzt, um die lokale Verantwortung und Eigenständigkeit schrittweise zu stärken und gleichzeitig erste Verbesserungen mit überschaubaren Kosten zu ermöglichen. 

4. Erwartete Wirkung

Eine verbesserte Wasserversorgung innerhalb der Gemeinschaft wird voraussichtlich den Zeit- und Kraftaufwand für die tägliche Wasserbeschaffung reduzieren, insbesondere für Frauen und Mädchen. Ein verlässlicherer Zugang zu sicherem Wasser kann zu besserer Gesundheit, verbesserter Hygiene und mehr Zeit für Bildung und andere Aktivitäten beitragen. Durch die Kombination von Infrastrukturmaßnahmen und Kapazitätsaufbau wird die Gemeinschaft dabei unterstützt, das System langfristig eigenständig zu betreiben und zu warten. Der Ansatz ist so gestaltet, dass er anpassungsfähig ist und auf sich verändernde Bedürfnisse reagieren kann.

5. Mitwirken & Nächste Schritte

Im kommenden Jahr wird sich das Projekt auf Pumpversuche, die detaillierte Planung, eine schrittweise Budgetierung, Pilotprojekte zur Regenwassernutzung sowie die Stärkung des WASH-Komitees konzentrieren. Der nächste Schritt ist die Umsetzung einer ersten Projektphase, um lokale Verantwortung zu fördern und das Betriebskonzept zu validieren. Unterstützung ist in Form von technischer Zusammenarbeit, Partnerschaften und finanziellen Beiträgen willkommen. 

Projektfortschritt

Abgeschlossene Phasen 15%

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